| KASIMIR und
KAROLINE Ödö von Horvàth |
Regie: Bettina Jahnke |
Rolle: Eugen Schürzinger |
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Inhalt: Amüsement ist angesagt auf dem Münchener Oktoberfest. Doch während Karoline fröhlich ein Eis schleckt und den vorüberschwebenden Zeppelin bestaunt, kommt bei Kasimir keine so rechte Freude auf. Ihm wurde seine Stelle als Chauffeur gekündigt. Als er beginnt, die Liebe von Karoline zu ihm, dem nun Arbeitslosen, in Zweifel zu ziehen, wirft sich die dadurch Gekränkte um so stärker ins Vergnügen. Auch ohne ihren Kasimir. Schnell findet sie in Schürtzinger einen Begleiter für die ersehnte Achterbahnfahrt und flirtet mit dessen Chef, der sogleich ein Auge auf sie wirft. Während der missmutige Kasimir von dem Kleinkriminellen Merkl in seiner Skepsis bestärkt wird, kreuzen sich immer wieder die Wege der beiden Verlobten. Doch jedes Lachen, das Karoline einem ihrer Begleiter schenkt, bestätigt Kasimir in seiner Haltung. So stirbt zwischen Achterbahn, Hähnchenbraterei und Abnormitätenkabinett Schritt für Schritt die „kleine Liebe der kleinen Leute". Vor dem Hintergrund der Weltwirtschaftskrise von 1929 zeichnete der bekannte österreichische Dramatiker Ödön von Horváth Figuren, die unserer Zeit sehr nahe sind. Fast beiläufig gewinnen bei ihnen Zerstreuung und oberflächliche Vergnügung die Oberhand über ihre tiefen Gefühle und wahren Träume, so dass sie sich selbst nicht wiederfinden: „Man hat halt oft so eine Sehnsucht in sich – aber dann kehrt man zurück mit gebrochenen Flügeln und das Leben geht weiter, als wäre man nie dabei gewesen." (Karoline) [Quelle: www.staatstheater-cottbus.de] |
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Nächste Vorstellungen: abgespielt abgespielt !!! |
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| KRITIK: Lausitzer Rundschau, Märkische Allgemeine Zeitung |
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Mit gebrochenen Flügeln Es ist doch immer wieder eine Freude, wenn Theater zu überraschen vermag. Also jene, die da inszenieren, spielen, für Ausstattung, Musik sorgen, mit einer Vorstellung aufwarten, von der man sich rundum angesprochen fühlt. Wo zu spüren ist, dass Schauspieler gut motiviert und intensiv bei der Sache sind. Diesen Eindruck jedenfalls vermittelt die Premiere von „Kasimir und Karoline“ in der Kammerbühne vom Staatstheater Cottbus. Ein Eindruck, der sich im Nachdenken darüber
vielleicht noch etwas relativiert, aber letztlich doch Bestand hat.
Regie führte Bettina Jahnke. Die sich bald schon wieder
verabschiedet
von Cottbus, aber nun mit besseren Empfehlungen. Das mit Ausbruch der
Weltwirtschaftskrise 1929 entstandene Stück von
Ödön von Horváth ist
keinesfalls leichte Theaterkost – wann je könnte man
das von seinen
Werken auch behaupten. Und die Inszenierung hält sich an die
Vorgabe
des Autors, dieses sei ein Volksstück, erzählt die
Geschichte ohne
große Irrwege mit verknappten Schicksalszeichnungen,
glücklicherweise
fast frei von regionalen Verkleisterungen. Der
„abgebaute“
Kraftkutscher Kasimir, ausgestoßen aus dem
Erwerbsgefüge der
Gesellschaft, fühlt sich am Rande des Oktoberfestes von seiner
Karoline
verraten und verlassen. Beide stolpern ihrem Unglück
– im Streit,
verführt, gekauft, enttäuscht - mehr oder weniger
aufrecht in die Arme,
finden schließlich in neuer Anbindung ein Stückchen
Frieden. Dazu der
lakonische Kommentar von Horváth: „Solange wir uns
nicht aufhängen,
werden wir nicht verhungern.“ Von Gabriele Gorgas
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| Kritik: Märkische Allgemeine Zeitung - Martin Stefke | ||
Ein beliebiges Oktoberfest Bühne „Kasimir und Karoline“ in CottbusVon Martin Stefke
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