| DER HAUPTMANN VON KÖPENICK von Carl Zuckmayer | Regie: Peter Kupke | Rolle: Kalle, Wärter etc. |

Der Schustergeselle Voigt kommt aus Not mit dem Gesetz in Konflikt und landet für 15 Jahre im Zuchthaus. Danach ist er guten Willens, sein Leben wieder selbst in den Griff zu bekommen. Allein eine den Einzelnen verachtenden Bürokratie verhindert dies: Ohne ordentliche Anmeldung gibt es keine Arbeit und ohne Arbeitsnachweis keine Anmeldung. Ein Teufelskreis, der ihn wieder in das Milieu der Halbwelt treibt. Er wird erneut straffällig und hat schließlich mit 56 Jahren mehr als 30 Jahre im Zuchthaus verbracht. Wieder „draußen“ führt ihn sein Schicksal an einem Berliner Trödelladen vorbei, in dem er jene Uniform findet, die seinen weiteren Weg bestimmen wird ... |
Hof der Alvensleben-Kaserne Cottbus Donnerstag, 14.06.2012, 20 Uhr Mittwoch, 20.06.2012, 20 Uhr Freitag, 22.06.2012, 20 Uhr Sonntag, 24.06.2012, 20 Uhr zum allerletzten Mal!!!!! VORPROGRAMM WETTERHOTLINE Anfahrtsskizze ->hier
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Regie Peter Kupke Das kranke Mädchen, Stimme des Mädchens Elisa Elß Blaskapelle Mitwirkende des Vorprogramms
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Rezensionen „Thomas Harms spielt die Titelfigur nicht als ein hilfloses Opfer, sondern auch als einen patent-witzigen, zwischen Verzweiflung und Selbstbewusstsein schwankenden, aufbegehrend lernenden Mann. Dieser Schuster, von dem es, wegen der Gleichzeitigkeit mancher Szenen in dieser Inszenierung, anfangs noch zwei ‚einer wie Voigt’ gibt, ist ein echter Schlawiner. Harms entwickelt ihn mit Sensibilität und angenehmer Zurückhaltung. Der Darsteller setzt nie auf Effekte, sondern entwickelt eine Figur. Ohnehin sind alle Figuren, auch wenn sie als Amtspersonen mit rotgefärbten Gesichtern und übersteigerten Gesten typisiert wirken, dennoch genau begründet und entwickelt, man merkt den brechtgeschulten Regisseur. In dieser Aufführung gibt es keine Figurenklischees, auch Michael Becker und Susann Thiede als Schwager und Schwester Voigts sind keine aufgedrehten Spießer, als die ihre Figuren oft gespielt werden, sondern Menschen mit Ecken und Kanten. […] Zuckmayer schrieb ein ungemein pointengenaues Stück, und so ist auch die Cottbusser Aufführung vor allem effektvolles Unterhaltungstheater. Doch zugleich kommt sie als forschendes Menschentheater daher, ganz ohne falsche Gefühligkeit.“ Jürgen Heinrich, Der Märkische Bote, 4.7.2009 „’Der Hauptmann von Köpenick’ wird zum Hauptmann von Cottbus am Originalschauplatz ‚Von-Alvensleben-Kaserne’, der Kommandeurs-Bungalow mit Uhrturm (noch Sitz des Bundeswehr-Standorthöchsten) mutiert zum Köpenicker Rathaus. Authentischer geht’ s nicht. […] Alles in allem bereitet diese ungewöhnliche Inszenierung allbekannten Stoffs von Peter Kupke, einem an vielen Theatern bewährten, routinierten Regisseur viel Freude – dem Ensemble, wie jeder spürt, und auch Zuschauern, die […] eine der gleich knappen Karten ergatterten. Vorm Spiel entfaltet sich im Kasernenhof einfallsreich inszenierter Zeitgeist von 1906 mit Blasmusik, Zirkus, Automief, und Stiefelklappern.“ Valeria Heintges, Sächsische Zeitung, 29.6.2009 „In der Inszenierung von Peter Kupke läuft allerdings nicht nur der Hauptmann verzweifelt von Arbeitsamt zu Passamt, um entweder eine Arbeit oder eben eine Aufenthaltsgenehmigung zu bekommen. Nein, in Cottbus laufen auch die Zuschauer hin und her, um die tragikomische Geschichte in einem ‚Schaubudentheater auf sechs Bühnen’ zu erleben. Manche Szenen sehen alle Gäste gemeinsam, für andere trennen sie sich und folgen freundlichen Damen und ihren Regenschirmen. Das klingt kompliziert und erfordert sicherlich einen ungeheuren Organisationsaufwand, aber es funktioniert.“ |
